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Koffein

Kaffee, Tee, Cola, Mate, Energy Drinks und größere Mengen Bitterschokolade können mit folgenden Arzneistoffen interagieren:

  • Clozapin (atyp. Neuroleptikum): mögliche Verstärkung von Wirkung und Nebenwirkungen. Bei einer Koffeinkarenz nach längerem Koffeinkonsum verminderte Wirksamkeit möglich. 
  • Gyrasehemmer (Enoxacin, unter bestimmten Voraussetzungen auch Ciprofloxacin und Norfloxacin): Die Folge der Wirkverstärkung von Koffein sind Erregung, Unruhe, Schlaflosigkeit, Halluzinationen.

Clozapin: Die Metabolisierung von Koffein und Clozapin erfolgt über CYP1A2. Koffein selbst wirkt zudem als schwacher CYP1A2-Inhibitor. Hierdurch kann der Clozapin-Plasmaspiegel erhöht werden. Nach 5 Tagen Koffeinkarenz kann der Clozapin-Plasmaspiegel aufgrund der nicht mehr vorhandenen Enzyminhibition laut Fachinformation um etwa 50% sinken. 

Gyrasehemmer: Die Metabolisierung von Koffein erfolgt über CYP1A2. Einige Gyrasehemmer hemmen CYP1A2. Am stärksten interagiert Enoxacin, gefolgt von Ciprofloxacin und Norfloxacin. Die übrigen Gyrasehemmer scheinen nicht zu interagieren.

Patienten sollten während der Clozapin-Therapie auf konstanten Koffeinkonsum achten und abrupte Veränderungen des Koffeinkonsums mit ihrem Arzt abstimmen, da eine Dosisanpassung notwendig werden kann. 

Während der Behandlung mit Enoxacin sollten Patienten auf koffeinhaltige Nahrungsmittel verzichten. Dasselbe gilt für die Behandlung mit Cipro- und Norfloxacin bei Patienten mit Krampfanfällen oder Herzrhythmusstörungen in der Anamnese.